Bundesverband Rettungshunde (BRH)

Geschichte des BRH

Nach dem zweiten Weltkrieg erkannte man immer mehr die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Rettungshunden. In der Bundesrepublik Deutschland hat der Bundesluftschutzverband im Jahre 1954 im Auftrag des Bundesministers des Innern damit begonnen Rettungshunde für die Trümmersuche auszubilden. Diese Rettungshundeteams waren im erweiterten Katastrophenschutz des Bundes eingebunden.
 
Der Bundesverband für den Selbstschutz (BVS) hat dann in den 60er-Jahren diese Ausbildung fortgeführt. Weil die Bundesbehörden auf die neuentwickelten elektronischen Ortungsgeräte setzte, wurde im Jahre 1973 die Rettungshundeausbildung - auch aus finanziellen Gründen - vom Bundesminister des Innern eingestellt.

Ehrenamtliche Rettungshundearbeit wurde in der Region Pforzheim / Enzkreis (mit)erfunden

Einige wenige Hundeführer gründeten im Jahre 1974 und 1975 die Rettungshundestaffeln Heilbronn (Unterland), Ulm, Rottweil und Pforzheim (Enzkreis). Daneben gab es nur einige wenige Rettungshunde bei den Feuerwehren in Rheinland-Pfalz und Hessen. Diese ausschließlich in Baden-Württemberg befindlichen privaten Rettungshundestaffeln gründeten im Jahre 1976 den Verband für das Rettungshundewesen Baden-Württemberg. Nachdem sich zwei private Rettungshundestaffeln in Hessen und eine weitere in Nordrhein-Westfalen gegründet hatten, wurde der Verband für das Rettungshundewesen Baden-Württemberg durch entsprechende Satzungsänderung zum Bundesverband für das Rettungshundewesen (BRH) erweitert. So wurden die Grundlagen für die heute übliche ehrenamtliche Rettungshundearbeit gelegt.

Der BRH als älteste und größte deutsche rettungshundeführende Organisation

Seit 1983 wird von diesem Verband auch die Ausbildung für die Flachensuche betrieben. In den folgenden Jahren haben auch andere Hilfsorganisationen (DRK, JUH, ASB) mit der Ausbildung von Rettungshunden begonnen. Der BRH entwickelte sich derweil zur größten und ältesten Rettungshundeorganisation in Deutschland. Er hält bundesweit ständig über 600 Rettungshundeteams einsatzbereit.

Auslandseinsätze

Der speziell ausgebildete Auslandskader des BRH wird international unter UN-Mandat in Katastrophengebieten eingesetzt:
  • Rettungshundeteams,
  • Rescue-Einheiten,
  • Management,
  • Ärzte,
  • Tierärzte und 
  • Logistiker
sowie mehrere Tonnen Material starten dann nach einer Alarmierung innerhalb weniger Stunden von deutschen Flughäfen in die jeweiligen Krisenregionen.

BRH-Statistik zum 31.12.2011

  • 70 Rettungshundestaffeln im gesamten Bundesgebiet
  • 1623 aktive Mitglieder, 535 passive Mitgliede, rund 110.000 Fördermitglieder
  • 591 geprüfte Hunde, 953 Hunde in Ausbildung
Detailinformationen sind unter http://www.bundesverband-rettungshunde.de/statistik.html zu finden.

Der BRH ist Mitglied in den verschiedensten Verbänden und Organisationen

  • Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband / Parität International seit 1983
  • Verband für das Deutsche Hundewesen VDH als a.o. Mitglied seit 1985
  • Gründungsmitglied der Internationalen Rettunghunde-Organisation IRO seit 1993
  • Mitglied der ADH - Aktion Deutschland hilft - über den DPWV seit 2001
  • Mitglied des dhv - Deutscher Hundesportverband seit 2003
  • Mitglied im VDH - Verband für das Deutsche Hundewesen
  • Mitglied der FCI - Federation Cynologique Internationale

Kooperationspartner des BRH

  • Deutsche Rettungsflugwacht (DRF)
  • Bilaterales Katastrophen - Abkommen EDAK Edirne, Türkei und dem BRH
  • der amerikanischen Rescue-Dog-Organisation
  • ÖRHB, österreichische Rettungshunde Brigade

Gliederung des Verbandes

Die Basis des BRH sind die RH-Staffeln, die auf dem einmal jährlich stattfindenden Verbandstag die Wahlen des Vorstandes, der Gremien und der Funktionsgruppen durchführen, die Satzung und Ordnungen beschließen. Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem Präsidium (Präsident, 1. und 2. Vizepräsident), den Referaten und dem Leistungsrichter-Obmann-RH. Die Landesbeauftragten werden von den Staffeln im jeweiligen Bundesland gewählt und vertreten die Interessen des BRH auf Landesebene. Aus den Reihen der Landesbeauftragten werden die Mitglieder für das BRH-Schiedsgericht gewählt. Die technische Kommission setzt sich aus den operativen Bereichen (Ausbildung, Einsatz, Technik + Geräte und LRRH) zusammen mit der Aufgabe die Qualitätsmerkmale der RH-Arbeit zu fördern und zu steigern. Namhafte und international anerkannte Persönlichkeiten aus dem Katastrophenmanagement, der Kynologie und Soziologie bilden das BRH-Kuratorium. Dieses Gremium unterstützt und berät den Verband auf der Basis der jeweiligen Fachbereiche.
 
 

Qualifikation der BRH-Staffeln

Die Qualifizierungsverfahren für die dem BRH angehörenden Staffeln, Hunde und Einsatzkräfte entsprechen

  • den Anforderungen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS),
  • der KatS-Dienstvorschrift "Führung und Einsatz" DV 100 sowie
  • den in der DIN 13050 definierten Anforderungen für rettungshundeführende Organisationen.

News

Keine Artikel in dieser Ansicht.